Im ersten Monat dieses Jahres gab es eine Premiere in
der Grafschaft Montargon-Drachenfurt, nämlich einen Empfang auswärtiger Gäste.
Dies war auch der erste feierliche Anlass
auf der instand gesetzten Burg Altdorn überhaupt. Diese war noch vor einigen Jahren eine großteils verfallene Ruine und wurde mit viel Aufwand wieder soweit aufgebaut, dass sie dem Grafen als formaler Amtssitz dienen kann. Anlässlich der Nobilitierung der
Hofmagierin Neira Ringsdorf hatte der Landesherr der jungen Magierin erlaubt,
Freunde und Bekannte zu einem Empfang einzuladen, so dass diese dem feierlichen
Akt beiwohnen konnten.
Darüber hinaus waren auch noch zahlreiche weitere Gäste angereist, darunter
z.B. der Großmagister Cordobayan aus Camegon, der Luxburger Ritter Albrecht von
Neuerburg oder aus Mytraspera eine Gesandtschaft der Seehandelsgilde unter
Führung des Vizegouverneurs von Mersburg. Und noch viele mehr, die alle aufzuzählen
hier den Rahmen sprengen würde.
Wie wir erfahren haben, soll die frischgebackene Hofmagiern sichtlich gerührt
gewirkt haben bei der Laudatio ihres Meisters. Oder lag es vielleicht daran,
weil sie im Anschluss daran ihre Erhebungsurkunde zur Herrin von Grauwald
erhielt? So oder so, sicher ein denkwürdiger Tag für die Neuadelige, an den sie
noch lange zurückdenken wird. Wir vom Volkesmund gratulieren auf jeden Fall
herzlich!
Bei so vielen Gästen aus allerlei unterschiedlichen Kulturkreisen nicht
verwunderlich, gab es dem Vernehmen nach auch eine kleinere Störung. Diese ging
wohl von einem Zwerg aus, der zur Gesandtschaft aus Mytraspera gehörte. Dieser machte
durch lautstarkes Rummaulen auf sich aufmerksam und fiel wohl sogar dem
Gastgeber ins Wort, wurde allerdings von anderen Gästen rasch wieder zur Ruhe
gebracht.
Großes Lob gab es von den Gästen für die vorzügliche Verpflegung, da hatte sich
der Graf wohl nicht lumpen lassen und zu Ehren seiner Schülerin ordentlich
auffahren lassen.
Bei den Händlern nicht nur aus Fichtenbrunn und Umgebung dürften die Kassen entsprechend
geklingelt haben, so dass es kaum wundert, wenn von dieser Seite die Anregung kam,
es könnten gerne mehr solcher feierlichen Anlässe zelebriert werden.